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Schutzwesten & ballistische Schutzausrüstung - Infos

Im aktuellen COP Katalog finden Sie zwei unterschiedliche Schutzwestenmodelle die gem. SK1 zertifiziert sind.

COP®-Style Schutzweste CFL 3 (Art.-Nr. 9CFL3)

Unser aktuellstes, innovativstes und ultra-leichtes Schutzwestenmodell “CFL3” wurde im Jahr 2013 nach aktuellster Schutzklasse 1 der Technischen Richtlinie beschossen und erfüllt die Zuschußvoraussetzungen in diversen Bundesländern. Als ballistisches Material findet ausschließlich Dyneema ® Verwendung. Die CFL3 beeindruckt mit einem Flächengewicht von nur 40,7 g/dm² mit gleichzeitig niedrigen Traumawerten und großer Sicherheitsreserve mit einem V50 von 525 m/s. Der Schnitt der COP®-Style Weste wurde von uns, aufgrund unserer Erfahrungen und dem Wunsch vieler Beamter nach einem echten Seitenschutz, bei gleichzeitig bestmöglichem Tragekomfort und Unauffälligkeit, speziell entwickelt. Der Seitenschutz ist nur am Vorderteil angesetzt, dadurch entsteht der “Stoß” zwischen Vorder- und Rückenteil hinten und nicht seitlich wie bei den US-Style Westen. Neben einem verbesserten Seitenschutz bringt dies auch Vorteile beim Tragekomfort und der Unauffälligkeit. Die CFL3 bietet einen besonders hohen Tragekomfort. COP®-Style Westen sind mit Komfort- Wechselhüllen in unterschiedlichen Farben und Ausführungen erhältlich. Alle COP®-Style Westen werden maßangepasst, d.h. aufgrund Ihrer Maßangaben wird die richtige Größe aus einer Vielzahl zur Verfügung stehender Größen ermittelt.

US-Style Schutzweste FLX2 (Art.-Nr. 9FLX2)

Das Schutzwestenmodell “FLX2” ist gemäß der neuesten Technischen Richtlinie Schutzklasse 1 (Stand 2008) beschossen und erfüllt die Zuschußvoraussetzungen in diversen Bundesländern. Das neueste Schutzwestenmodell von COP® - die „COP® FLX2“ (AP0128) in US-Style. Super leicht, extrem dünn und flexibel! Im Gegensatz zu den COP®-Style Westen entsteht hier der Stoß zwischen Vorder- und Rückenteil seitlich in der Mitte. Der US-Style bietet insbesondere für Damen Vorteile, da das Vorderteil ähnlich einem BH in unterschiedlichen Körbchengrößen verfügbar ist. Die FLX2-Westen sind mit Komfort-Wechselhüllen in unterschiedlichen Farben erhältlich. Alle Westen unseres Sortiments werden maßangepasst, d.h. aufgrund Ihrer Maßangaben wird die richtige Größe aus einer Vielzahl zur Verfügung stehender Größen ermittelt. Weitere Modelle und Rest- sowie Sonderposten nach TR 2000 finden Sie auf unserer Homepage.

Statistische Daten aus USA

Im Zeitraum von 1990 bis 2013 verloren 1.402 Beamte ihr Leben durch einen Angriff mit einer Schußwaffe. Im gleichen Zeitraum wurden alleine durch Schutzwesten von SAFARILAND® die Leben von 1.162 Beamten gerettet. Die „Saves“ anderer Schutzwestenhersteller sind hier nicht berücksichtigt. Noch herrschen bei uns keine „amerikanischen“ Verhältnisse aber diese voranstehenden Zahlen beweisen eindrucksvoll – „Nur eine Schutzweste, die getragen wird kann Leben retten“

Aufbau von Schutzwesten

Die Hersteller von Schutzwesten verwenden für den ballistischen Aufbau ihrer Westen unterschiedliche Materialien. Alle Westenhersteller produzieren die ballistischen Materialien nicht selbst, sondern beziehen diese von unterschiedlichen Herstellern wie z. B. Akzo Nobel (TWARON® seit 1986), DuPont (Kevlar® seit Anfang der 70er Jahre), Honeywell ehemals Allied Signals (Spectra Shield® seit 1988 bzw. SpectraFlex™ seit 1992, Gold Flex™ DSM High Performance Fibers (Dyneema Shield® seit 1994. Twaron und Kevlar sind Aramidfasern, die zu Stoffbahnen (Geweben) verwebt werden. Spectra Shield™, SpectraFlex™ und GoldFlex™, sowie DyneemaUD ™ sind dagegen Folien, welche die Aufprallenergie des Geschosses wesentlich besser verteilen als Aramidfasern und eine bessere stichhemmende Wirkung haben. Diese Folien sind unter den Begriffen „Shield“ oder „Gelege“ bekannt. Eine Schutzweste entsteht, indem man aus Stoffbahnen bzw. Folien die Westenform herausschneidet, übereinander legt und verbindet. Dieses ballistische Paket erhält dann eine Schutzhülle. Je mehr Schutzwirkung man erreichen will, um so höher muss die Anzahl der verwendeten Lagen sein.

Wirkungsweise einer Schutzweste

Ein Geschoss, das auf die Weste trifft, prallt nicht von der obersten Schicht ab, sondern dringt in die Lagen ein, die sich wie ein Netz nach innen (Richtung Körper) ausdehnen. Das Geschoss wird durch die äußerst zähen Lagen aufgepilzt und abgebremst, bis es schließlich endgültig zum Stillstand kommt. Dabei werden einige Lagen durchschlagen, die dabei jedoch teilweise die Geschossenergie absorbieren. So kommt die Eindelltiefe zustande, die bei der dt. Schutzklasse 1 bis zu 40 mm betragen darf. Durch diese Übertragung der Geschossenergie auf bzw. in den Körper kommt es zum so genannten „Blunttrauma“, das Blutergüsse und sogar Knochenbrüche zur Folge haben kann. Um dies insbesondere im sensiblen Brustbein- und Herzbereich zu minimieren, empfehlen wir die Verwendung einer Flex-Traumaplatte (aus ballistischem Material), welche die Eindringtiefe in diesem Bereich erheblich reduziert. Trauma-Platten aus Stahl haben den Nachteil, dass bei einem zu flachen Trefferwinkel das Geschoss abgeleitet wird. Wird man zum Beispiel von einem liegenden Täter beschossen, kann das Geschoss in Richtung Kopf abgeleitet werden. Deshalb und auch aus Gründen der Gewichtsersparnis empfehlen wir die Verwendung einer Flex-Traumaplatte (aus ballistischem Material). Diese ist leicht, und das Geschoss kann in die Weste eindringen.

Ballistische Angaben

Schutz-
klasse
KaliberGeschossartHerstellerGeschoss-
masse (g)
Y2,5 (m/s)Drallänge (mm)Rohrlänge (mm)Maximales
Flächengewicht (kg/m2)
L 9 mm x 19 VMR/WK, verzinnt, DM 41SR RUAG 8,0 365 ± 5 250 ± 5 % 260 ± 3 4,5
1 9 mm x 19 VMR/WK, verzinnt, DM 41SR RUAG 8,0 410 ± 10 250 ± 5 % 260 ± 3 6,5
9 mm x 19
9 mm x 19
QD-PEP II/s
Action 4
MEN
RUAG
6,0
6,1
460 ± 10
460 ± 10
250 ± 5 %
250 ± 5 %
260 ± 3
260 ± 3
2 357 Magnum MsF DAG 7,1 580 ± 10 430 ± 5 % 300 ± 3 30,00
3 5,56 mm x 45
7,62 mm x 51
VMS/WK + P, SS 109 (DM 11)
VMS/WK, DM 111
MEN
MEN
4,0
9,55
920 ± 10
830 ± 10
178 ± 5 %
305 ± 5 %
650 ± 3
650 ± 3
45,00
4 7,62 mm x 51 VMS/HK, P 80 FNB 9,45 820 ± 10 254 ± 5 % 650 ± 3 55,00

Ballistische Angaben für Sonderprüfungen

Sonder-
klasse
KaliberGeschossartHerstellerGeschoss-
masse (g)
Y2,5 (m/s)Drallänge (mm)Rohrlänge (mm)Prüfung
Analog SK
Makarov 9 mm x 18 VMR/Fe-Kern DDR Fertig. 6,0 350 ± 10 240 ± 5 % 260 ± 3 1
Tokarev 7,62 mm x 25 VMR/WK mit Stahlmantel UdSSR Fertig. 5,5 500 ± 10 240 ± 5 % 260 ± 3 1
Tokarev 7,62 mm x 25 VMR/Fe-Kern Povaska 5,5 (Kern 2,6) 530 ± 10 240 ± 5 % 260 ± 3 2
Kalashnikov 7,62 mm x 39 VMS/Fe-Kern (M43) DDR Fertig. 8,0 730 ± 10 240 ± 5 % 415 ± 3 3
7,62 mm x 51 VMS/HK
(Wolframcarb.)
Bofors (FFV) 8,4 960 ± 10 254 ± 5 % 650 ± 3 4
7,62 mm x 54
R.M.N.
VMS/HK-Brand (B-32) UdSSR Fertig. 10,4 890 ± 10 240 ± 5 % 600 ± 3 4

Tragekomfort / Maßanpassung

Voraussichtlich wird ein Polizeibeamter in Deutschland seine Schutzweste während seiner gesamten Dienstzeit höchstens einmal zum Schutz vor einem Angriff wirklich benötigen. Das Problem ist, dass dieser Zeitpunkt absolut nicht vorhersehbar ist. Wie die Ereignisse der letzten Jahre beweisen, kommt es meist bei vermeintlichen Routineeinsätzen zu einem Schusswaffengebrauch gegen Polizeibeamte. Dies sollte man sich immer vor Augen halten, wenn man die Dienststelle verlässt und entschei-det seine Schutzweste nicht zu tragen. Eine Schutzweste wird nur dann gerne getra-gen, wenn sie den bestmöglichen Tragekomfort bietet und leicht ist – größen- und modellabhängig 900 g bis 2500 g.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Unauffälligkeit. Was nützt eine ge-tragene Schutzweste, wenn das Gegenüber dies auf den ersten Blick erkennt? Bei einem möglichen Schusswaffengebrauch wird dann höchstwahrscheinlich auf den nicht geschützten Bereich gezielt.

Entscheidend für den Tragekomfort einer Unterziehweste ist die gute Passform. Nicht jedem passt z. B. die deutsche Konfektionsgröße 52, deshalb gibt es Zwischengrö-ßen wie 102 für große, schlanke Menschen oder 26 für Kompaktere. Am wichtigsten ist die Länge der Weste. Ist die Weste vorne zu lang, rutscht sie hoch, wenn man sich setzt und drückt auf den Kehlkopf oder vermittelt zumindest ein beengendes Gefühl. Den optimalen Tragekomfort erreicht man, wenn vorne (stehend gemessen) zwischen Oberkante Gürtel und Weste ausreichend Platz ist.

Wenn Sie sich nun setzen, sollte die Weste nicht über den Gürtel rutschen, oder anstehen und nach oben geschoben werden. Es sollte nun aber auch kein größerer Spalt als für ca. einen Finger sein. Vielen Schutzwestenkäufern erscheint das Mo-dell oft als zu kurz, da der Bauchbereich weitgehend ungeschützt bleibt. Subjektiv hat man kein sicheres Gefühl, aber Unterziehwesten decken eben im Gegensatz zu Überziehwesten nur einen relativ kleinen Bereich ab. Leider wählen viele Schutzwe-stenkäufer deshalb Ihre Unterzieh-Schutzweste zu lang.

Wir möchten ausdrücklich noch darauf hinweisen, dass bei zu langen Schutzwesten, die auf dem Gürtel aufstehen – neben dem Problem mit dem schlechteren Trage-komfort – mit der Zeit ein weiteres Problem auftreten kann: Es kann passieren, dass sich das ballistische Material dem permanenten Druck anpasst und insbesondere das untere Ende der Schutzweste nach innen oder außen „knickt oder wellt“ – diese Veränderungen werden dann als Reklamationsgrund nicht akzeptiert.

Die Maßanpassung trägt dem Wunsch nach möglichst optimaler Passform Rech-nung und bietet alle Westen in verschiedenen Längenunterteilungen. Damit wird gewährleistet, dass Ihnen Ihre Weste optimal (wie oben beschrieben) passt und den maximalen Tragekomfort bietet. Sie können Ihre Weste aber auch länger oder über-lappend erhalten. Selbstverständlich bieten deutlich überlappende Schutzwesten einen besseren seitlichen Schutz, dies geht aber zu Lasten der Unauffälligkeit und selbstverständlich schwitzt man mehr, da die seitliche Ventilation eingeschränkt ist.

Die Entscheidung wie Ihnen Ihre Weste passen soll, oder wie Sie sich am besten fühlen, bleibt ausschließlich Ihnen überlassen – wir versuchen lediglich Ihnen die Passformproblematik darzustellen.

Bei den Schutzwesten sind verschiedene Kombinationen möglich!

Maßanpassung - Im Idealfall probieren Sie in einem COP®-Shop eine Standardgröße. Sollte keine optimal passende Weste vorrätig sein, so werden anhand der probierten Weste die nötigen Änderungen festgehalten und die richtige Westengröße geordert. Bei einer so angepassten Weste ist zu nahezu 100% sichergestellt, dass die später geliefert Weste auch wirklich so passt, wie Sie sich dies vorstellen. Sollte es Ihnen nicht möglich sein, einen COP®-Shop zu besuchen, dann können Sie die Weste auch selbst anpassen. Hierzu benötigen wir von Ihnen einige Maßangaben. Die entsprechende An-leitung finden Sie auf Seite 288 im Katalog.

Bestimmte grundsätzliche Elemente für die Beschaffenheit einer Unterziehschutzweste haben sich im Laufe der Jahre auf dem amerikanischen Markt durchgesetzt und wur-den von allen führenden Schutzwestenherstellern übernommen. Dazu gehört z.B. das Fehlen eines Schulterschutzes – ist zu auffällig und erweitert die gebotene Schutz-fläche nicht entscheidend oder auf lebenswichtige Körperteile.

Da eine Weste mit Schulterschutz nicht mehr unauffällig ist, sollte man unserer Mei-nung nach dann besser gleich eine Überziehweste wählen – diese bietet insgesamt eine wesentlich größere Schutzfläche.

Wie folgt haben wir versucht, die Deutschen Schutzklassen vereinfacht zu beschreiben, um sie dem Nicht-Fachmann besser verständlich zu machen. Den exakten Standard können Sie der Tabelle auf S. 268 entnehmen oder in den Technischen Richtlinien nach-lesen:

SK1 Schutz vor Standard-Kurzwaffen mit 9mm Vollmantel-Weichkern-Geschossen und Rundkopf, sowie QD-PEP und Action 4
SK2 Schutz vor praktisch allen Kurzwaffen unabhängig von der Geschossart und -geschwindigkeit
SK3 Schutz vor den meisten Langwaffen mit Vollmantel-Geschossen und Weichkern
SK4 Schutz vor den meisten Langwaffen mit Vollmantel-Geschossen und Hartkern

Der Gewichtsunterschied zwischen einer Platte der Klasse 3, 4 und 4+ ist so gering, dass wir in unserem Sortiment nur 4+ Platten anbieten.

Alle Schutzwesten und die jeweiligen Hartballistiken, die derzeit angeboten werden, sind keineswegs „kugelsicher“, sondern vielmehr „schusshemmend“ und stoppen, je nach Schutzklasse, nur bestimmte Geschosse bis zu einer bestimmten Mündungsge-schwindigkeit der Waffe.

Für Westen der deutschen Schutzklasse I bedeutet dies, dass Geschosse der Kalibers 9 mm Luger, QD-PEP, Action 4 mit einer Mündungsgeschwindigkeit von bis zu 420 m/Sekunde zuverlässig gestoppt werden und die Eindringtiefe dabei max. 40 mm beträgt. Dies gilt auch für einen jeweils aufgesetzten Schuß.